Fehlt Ihnen für die Pflege Ihrer Pflanzen die Zeit oder das nötige Talent?


Gern übernehme ich alle Tätigkeiten, die den berühmten "grünen Daumen" erfordern im individuell vereinbarten Rhythmus.

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Rasen

Es gibt kaum jemanden, der auf seinem Grundstück oder in seinem Garten keine Rasenfläche besitzt. Demnach haben viele bereits die Vorteile einer gepflegten Rasenfläche schätzen gelernt. So bildet er einen schön anzuschauenden Kontrast zu Beeten, Wegen, Terrassen und Auffahrten. Außerdem können Kinder und auch Haustiere ausgelassen auf ihm spielen. Damit dies auch dauerhaft und sogar barfuss geschehen kann, muss man die Gräser, aus denen der Rasen besteht regelmäßig mähen. Die optimale Schnitthöhe beträgt für den Privatgebrauch ca. 5,00 cm. Sollte man den Rasen unregelmäßig bzw. gar nicht mähen, wird aus ihm eine Wiese. Eine Wiese hat auch seine Vorteile, nämlich seine Natürlichkeit und Ursprünglichkeit. So gedeihen auf ihr Wildblumen, die regelmäßig von Hummeln, Bienen und Schmetterlingen angeflogen werden und lassen die Wiese zu bestimmten Zeiten faszinierend farbenfroh aussehen. Dennoch sind Wiesen eigentlich nur dort ein Thema, wo größere Flächen vorhanden sind.

Rasenarten

Rasen gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Entscheidend ist jeweils die Nutzungsart. So benötigt man beispielsweise in Parks eine andere Mischung als auf Fußballplätzen. Damit kein heilloses Durcheinander in Sachen Variantenvielfalt entsteht und stets eine gewisse Qualität erreicht wird, wurde hierfür eine DIN-Norm erstellt. Trotz der Normung ist die Qualität jedoch recht unterschiedlich. Für ein dauerhaft schönes Grün ist eine Mischung höherer Güte zu empfehlen.

Die Gräser, aus denen der Rasen besteht sind: Deutsches Weidelgras, Wiesenrispe, Rotschwingel, Rohrschwingel, Schafschwingel und Straußgras.

Rollrasen

Eine Alternative zu Grassamen ist der Rollrasen. Er hat den Vorteil, dass er fertig ausgebildet ist und nur noch verlegt werden braucht. Er wird in speziellen Rasenschulen mit handelsüblichen Mischungen produziert und vor Lieferung ca. 2 cm tief abgeschält. Der Rollrasen sollte bis spätestens 36 Std. nach der Lieferung verlegt sein. Ein paar Reste sollten für spätere Ausbesserungsarbeiten zur Seite gelegt werden. Drei-fünf Tage vor dem Verlegen ist die Fläche zu düngen sowie aufzurauen, nach dem Verlegen (im Verband) kräftig zu wässern. In den ersten vier Wochen jeden Tag wässern. Zur Kontrolle für die ausreichende Wassermenge kann man einen Behälter mit flachem Boden und niedrigen Seitenwänden in den Bereich des Rasensprengers stellen. Ist ein Wasserstand von 1,5 – 2,0 cm erreicht, haben Sie ausreichen gewässert. Ab einer Halmhöhe von ca. 6 cm kann die Fläche gemäht werden. In der Regel ist dann eine Woche vergangen. Den Rasen in der Anfangszeit in der höchsten Stufe mähen. Nach fünf-sechs Wochen sollten dann die Wurzeln fest im Boden verankert sein. Man kann den Rasen dann wie jedes andere Grün auch behandeln.

Mähen, Mulchen, Vertikutieren

Regelmäßiges Mähen fördert das Wachstum der einzelnen Gräser vor allem in die Breite, wodurch der Rasen schön dicht wird. Gemäht werden sollte je nach Witterung alle ein bis zwei Wochen. Bei Trockenheit wächst der Rasen langsamer und braucht entsprechend nicht so oft geschnitten werden. Im Frühsommer und im Frühherbst ist die Hauptwachstumszeit. Hier muss der Rasenmäher öfter in Betrieb genommen werden als z.B. im Spätsommer. Wie bereits erwähnt beträgt die optimale Schnitthöhe ca. 5,00 cm. In Schattenbereichen darf ruhig ein wenig mehr stehen bleiben. Wird er zu tief geschnitten ist er anfälliger für Krankheiten und gegenüber Sonneneinstrahlung und Trockenheit. Weiterhin können dann Moos und Unkräuter die geschwächten Gräser leichter verdrängen. Wer den Rasen mal längere Zeit nicht schneiden konnte, sollte stets in mehreren Etappen mähen. Als Richtwert gilt max. die Hälfte der Wuchshöhe.

Einige Rasenmäher verfügen über die angenehme Mulchfunktion. Beim Mulchen wird das Schnittgut zusätzlich zerkleinert und verbleibt auf der Mähfläche. Dadurch werden Kleinstlebewesen angeregt das Schnittgut zu zersetzen und (ähnlich wie beim Kompostieren) in Nährstoffe zu verwandeln, die dann den Rasen neue Kraft verleihen. Die Sache hat zusätzlich den positiven Nebeneffekt, dass man keinen Rasenschnitt entsorgen muss. Vor allem bei größeren Flächen und während der Hauptwachstumszeit ist dies von unschätzbarem Wert. Allerdings muss man beachten, dass man nicht ausschließlich mulcht, da die Rasenfläche sonst verfilzt, man öfter mulchen muss als mähen und dass die Rasenfläche absolut trocken sein sollte.

Der Vertikutierer kommt im Frühjahr zum Einsatz. Er bürstet den Rasen ordentlich durch (lach) und sorgt dadurch für eine gute Durchlüftung. Moos sowie verfilzte und abgestorbene Rasenreste werden so aus den Rasen entfernt und ebnen so den Weg für das Breitenwachstum der Rasengräser. Je nachdem wie schwierig der Fall ist, kann man zwischen einer Welle mit relativ feinen Kunststoff-Borsten oder einer Welle mit breiten Metall-Haken wählen, die man in den Vertikutierer einsetzt. Bei der feineren Variante wird die Fläche gelüftet (aerifiziert) während sie bei der gröberen Variante stärker durch gegrubbert wird.

Bewässern

Ohne ausreichend Flüssigkeit wird der Rasen gelb und stirbt ab. Er sollte also in Trockenperioden gegossen werden. Die Häufigkeit der Bewässerung und die Wassermenge hängt von der jeweiligen Rasenmischung, vom Boden und von der Lage ab. So können z.B. sandige Böden Wasser nicht so gut speichern wie Lehmböden. Weiterhin benötigt Rasen unter Bäumen mehr Wasser. Um die Speicherfähigkeit der Gräser und der Böden zu erhöhen gibt es spezielle Düngemittel wie Rasenkuren, Bodenverbesserer oder Boden-Aktivatoren.

Bewässern sollte man stets morgens oder abends und dann lieber ein wenig mehr Wasser innerhalb kürzere Zeit (30 min) als wenig Wasser den ganzen Tag lang. Auch für den Rasen gilt es Regenwasser dem Trinkwasser vorzuziehen.

Düngung

Mit einer angemessenen Düngung kann man des Rasens Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und ungünstigen äußeren Einflüssen stark erhöhen. So gibt es wie bereits angedeutet für Böden Bodenverbesserer und Bodenaktivatoren, die die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe erhöhen und Microorganismen anregen, Moos und Unkräuter in Nährstoffe zu zersetzen und somit der Durchlüftung des Rasens verbessern. Bei sauren Böden kann man den ph-Wert mit einer Kalkung der Fläche anheben.

Wenn der Rasen beginnt sich gelb zu färben, nur wenig wächst und es nicht an Wassermangel während einer Trockperiode liegen kann, fehlen ihm wichtige Nährstoffe wie Stickstoff, Phospat, Kalium, Magnesium und Spurennährstoffe. Düngen mit Stickstoff sorgt für gutes Wachstum und regt die Chlorophyllbildung an. Phosphor regt das Wurzelwachstum an und reguliert den Energiehaushalt. Kalium festigt das Gewebe, optimiert den Stoffwechsel und stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten.

Im Rhythmus von mindestens drei Jahren sollte das Grün analysiert werden und mit den genannten Chemikalien im Verhältnis N:P:K=3:0,5:2 gedüngt werden. Normale Hausrasenflächen haben je nach Belastung und Bodenart einen jährlichen Stickstoffbedarf von 10-20 g/m². Um hieraus keine Wissenschaft machen zu müssen, gibt es im Handel Mischungen im optimalen Verhältnis und mit Langzeitwirkung.

Die Düngung sollte zweimal erfolgen, und zwar vor den Hauptwachstumszeiten (Frühjahr und Herbst) im Mai (mind. 20 °C) und im Juli.

Krankheiten und Unkräuter

Im Folgenden geht es hier um einige Krankheitsbilder und deren Bekämpfung.

Schneeschimmel:

Besonders im Frühjahr treten mehrere kleine weiße oder rötliche Wasserflecken auf, die später ineinander übergehen. Besonders das Deutsche Weidelgras und Rispengräser sind anfällig auf den Schneeschimmel. Rotschwingel ist die bessere Wahl, da weniger anfällig. Wichtig bei Auftreten ist regelmäßiges, nicht zu tiefes Mähen und eine ausgewogene Düngung.

Rotspitzigkeit:

Die größere braunen Flecken von abgestorbenen oder eingetrockneten Rasenresten mit einer rosa farbenen Pilzverfärbung wird vor allem durch nährstoffarme Böden, hohem Anteil an Schwingelgräsern und bei feuchten Wetterperioden hervorgerufen. Ist dies der Fall muss das Wachstum angeregt werden.

Rostkrankheit:

Vor allem in Trockenperioden, im Hochsommer entstehen stäubende Pusteln auf den Blättern. Wiesenrispe und Weidelgräser sind dagegen resistenter als andere Gräser. Regelmäßiges Mähen und eine verhaltene Stickstoffdüngung führen hier zum Erfolg.

Blattflecken:

Durch Pilze hervorgerufene Flecken, die durch Vermeidung zu tiefer Schnitte und durch eine ausgewogene Stickstoffdüngung bekämpft werden kann.

Moos:

Da Moos nicht so anspruchsvoll ist wie die verschiedenen Rasengräser, breitet es sich schnell dort aus, wo die Gräser abgestorben sind. Man bekämpft es aktiv im Frühjahr. Zunächst wird sehr tief gemäht, danach gedüngt (Eisensulfat-Ammoniumsulfat-Mischung), danach vertikutiert und anschließend mit Qualitätsrasen neu ausgesät.

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