Fehlt Ihnen für die Pflege Ihrer Pflanzen die Zeit oder das nötige Talent?


Gern übernehme ich alle Tätigkeiten, die den berühmten "grünen Daumen" erfordern im individuell vereinbarten Rhythmus.

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Hecken

Hecken dienen als Mittel zur räumlichen Grundstücksgestaltung. Meistens werden sie als Abgrenzung verwendet, als Grundstücksabgrenzung oder als Abtrennung zwischen zwei Grundstücksbereichen. Weiterhin eignen sie sich bestens als Sichtschutz und sogar als Lärmschutz. Für den Lärmschutz empfiehlt es sich großblättrige Pflanzenarten zu verwenden.

Wann und wie Hecke schneiden?

Wer seine Hecke in eine Grüne Wand verwandeln will, kommt nicht um einen regelmäßigen Heckenschnitt herum. Lässt man nämlich die Pflanzen einfach wachsen, verholzen sie von innen heraus und verkahlen an dieser Stelle. Eine Korrektur im Nachhinein ist fast aussichtslos. Hecken aus Nadelgehölzen wie Thuja oder Zypressen müssen mindestens einmal, Laubgehölz-Hecken wie Buche oder Kirschlorbeer zweimal im Jahr geschnitten werden. Prinzipiell kann man sie das gesamte Jahr hindurch beschneiden ohne sie zu beschädigen. Trotzdem ist das Frühjahr vor dem Austreiben neuer Triebe und vor der Blütenbildung zu bevorzugen. Bei frühblühenden Hecken wie z.B. Wildrosen sollte man bis kurz nach der Blütezeit warten. Schnell wachsende bzw. wuchernde Hecken sind kurz nach dem Neuaustrieb im Frühsommer zu stutzen. Allerwichtigstes Kriterium ist jedoch der Brutzeitraum von Vögeln, die vielerorts in Hecken ihr zu Hause haben. Deswegen gibt es für viele Bundesländer vorgeschriebene Termine. Grundlage ist das jeweilige Landesnaturschutzgesetz. Auch in Zeiten, wo nach der Verordnung ein Heckenschnitt möglich ist, sollte man stets das Leben in der Hecke zu begutachten und ein Schnitt eventuell vertagen.
Auch neu gepflanzte Hecken müssen beschnitten werden. Viele Leute glauben, dass die Pflanzen schneller wachsen, wenn sie nicht beschnitten werden. Das ist auch so. Jedoch wachsen sie dann ausschließlich in die Höhe und nicht in die Breite. Die Spitzen müssen also zwingend ab!
Als Werkzeug hat sich jedenfalls bei mir eine elektrische Heckenschere bewährt. Es gibt sie im Handel in den unterschiedlichen Größen und Preisklassen. Die Größe ist Ansichtssache. Ich persönlich bevorzuge ein relativ kleines Gerät mit mittlerem Schwert. Gerade wenn die Hecken bereits jenseits der Zwei-Meter sind werden beim Höhenschnitt selbst bei dem größten Oberarm schnell die Arme lahm. Da man die Hecke jedes Jahr mind. einmal schneiden muss, rate ich weiterhin zum Kauf eines Qualitätsproduktes. Diese können auch mal auseinander genommen und repariert werden. Bei Billigprodukten gibt es einfach keine Ersatzteile. Auch das Schärfen ist hier einfacher. Das Schwert sollte stets im Winter von einer Fachwerkstatt geschärft werden. Dann haben die Jungs wenig zu tun und erledigen auch mal Sonderwünsche. Im Frühjahr, wenn jeder seine Heckenschere, Rasenmäher, Motorsäge oder Motorsense zur Durchsicht bringt, erntet man hingegen nur böse Sprüche und hat lange Wartezeiten.

Kirschlorbeer-Hecke

Kirschlorbeer sollte bereits kurz nach dem Pflanzen regelmäßig beschnitten werden. Nur dann werden die Seitentriebe von unten her richtig ausgebildet. Beim Schneiden darf man nicht zu zaghaft sein. Die Hecke wird beim radikalen Verjüngungsschnitt nicht beschädigt. Selbst stärkere, bereits verholzte Äste können gekappt werden. Kurze Zeit später entwickeln sich gleich neue Triebe. Also, nur Mut.

Buchenhecke

Optimaler Weise schneidet man Buchenhecken im Frühjahr, kurz bevor sie neu austreibt. Dann hat man wesentlich weniger Schnittgut als im Herbst, wenn teilweise das Laub noch festsitzt. Weiterhin kann man im Frühjahr davon ausgehen, dass sich in der "kahlen" Hecke keine Vögel eingenistet haben und wenn doch, sind sie leicht zu entdecken. Gestutzt wird schräg in Trapezform, d.h. die oberen Spitzen werden stärker zurück geschnitten als unten. Dadurch vermeidet man Verkahlen im unteren Bereich.

Thuja Hecke / Koniferenhecke

Thuja-Hecken können fast das ganze Jahr zwischen Frühjahr und Herbst geschnitten (immer unter Berücksichtigung des Landesnaturschutzgesetzes) und dann am besten zweimal. Dann hat man nämlich kaum Arbeit, da nur die Spitzen weggestutzt werden. Oben schneidet man etwas unterhalb der gewünschten Höhe. Durch den Neuaustrieb wird dann kurze Zeit später die gewünschte Höhe erreicht. Was man nicht darf, ist ins alte Holz zu schneiden. Diese Zweige schlagen nicht mehr aus. Wichtig ist wie bei anderen Hecken auch ein schräger Schnitt um Verkahlungen zu vermeiden. Thuja-Hecken habe die Angewohnheit vom inneren Haupttrieb ausgehend zu verkahlen. Daher sollte man mindestens einmal im Jahr vertrocknete Pflanzenreste herauszuschütteln und die Zweige herunterzudrücken.

Vier-Jahreszeiten-Hecke

Besonders bei großflächigen Grundstücken empfiehlt sich diese Variante aus Sträuchern, Stauden und Bäumen. Hier kommt es nicht auf den akkuraten, exakten Schnitt an sondern kann auch mal die Hecke einfach Hecke sein lassen. Nur Abgestorbenes und Verwelktes ist regelmäßig herauszuschneiden. Ab einer gewissen Größe könnten dann die Pflanzen, die es vertragen radikal gekürzt werden um das Ganze nicht ausufern zu lassen.

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