Fehlt Ihnen für die Pflege Ihrer Pflanzen die Zeit oder das nötige Talent?


Gern übernehme ich alle Tätigkeiten, die den berühmten "grünen Daumen" erfordern im individuell vereinbarten Rhythmus.

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Baumschnitt

Vorüberlegungen

Beim Baumschnitt sollte man sich vorher im Klaren sein, was man tut und ob es überhaupt erforderlich ist an den Bäumen Hand anzulegen. Denn jeder Schnitt ist ein Eingriff in das Immunsystem des Baumes und löst bestimmte Reaktionen aus. Fehler können verheerende Folgen haben. So sollte man es nach Möglichkeit vermeiden an alten Bäumen herumzuschneiden. Denn sie bestehen zum größten Teil aus Holz ohne lebende Zellen. Wenn man nun die Energieliefernden, an der Photosynthese teilnehmenden Baumteile wegschneidet, wäre der gesamte Baum in Gefahr. Allgemein sagt man, dass das Verhältnis aus dynamischer Masse und statischer Masse sowie das Verhältnis aus Wurzeln zu Ästen stimmen muss. Das bedeutet, dass umgepflanzte Bäume zwangsläufig weniger Wurzeln haben und somit beschnitten werden müssen. Nur sollten keine Triebe aus der Krone entfernt werden, höchstens erst, wenn Triebe beginnen abzusterben.

Baumschnitt

Bei jungen Bäumen sieht es anders aus. Diese müssen unbedingt nachdem sie ihre Blätter voll ausgebildet haben, beschnitten werden. Hier heißt es, den Baum so früh wie möglich in die gewünschte Form zu schneiden. Denn junge Triebe verheilen besser und schneller als alte Äste. Zum Formschnitt oder Erziehungsschnitt gehört, dass falls zwei Leittriebe gebildet werden, einer entfernt werden muss, damit keine doppelte Krone entsteht. Oft bilden sich ferner Triebe, die steil nach oben in die Krone hinein wachsen. Die so genannten Wasserschossen gehören ebenso abgeschnitten. Weiterhin müssen abgestorbene, sich überlagernde, nach innen wachsende und zu dicht wachsende Äste abgeschnitten werden. So entsteht ein stabiles Grundgerüst für einen starken und gesunden Baum.

Verfahrensweise

Die beste Zeit für den Baumschnitt ist von November bis April, also nachdem die Blätter abgeworfen wurden bishin zur Blütenbildung. Optimal jedoch ist im Frühjahr nach der Winterruhe und bei trockenem, warmen Wetter (wenn es ohnehin am meisten Spaß macht). Einige Bäume wie Eiche, Birke oder Nussbaum sollten erst beschnitten werden, wenn sie die Blätter neu ausgebildet haben, da die neuen Blätter die dringend benötigte Energie für den Wundverschluss liefern. Außerdem tritt dann nicht mehr so stark Baumsaft als Abwehrreaktion aus.

Als Werkzeug benötigt man eine Baumsäge oder alternativ einen Fuchsschwanz (wichtig sind kurze, gerade Zähne, die einen sauberen Schnitt garantieren), eine Amboss-Astschere für einen geringen Kraftaufwand und ein scharfes, stabiles Messer.

Beim Schneiden muss man darauf achten, den Baum so wenig wie möglich zu beschädigen. Darum schneidet man den Ast zunächst immer erst von unten ein bevor man ihn von oben durchsägt. Dadurch verhindert man ein großflächiges Abreißen der Rinde. Größere Äste sollten sogar in mehreren Etappen gekappt werden. Ansonsten darf man nicht direkt am Stamm absägen aber auch keine so genannten Kleiderhaken stehen lassen. Bei beiden Varianten würden die Wunden nicht richtig verheilen und sich Pilze bilden. Richtig platziert man den Schnitt kurz vor dem Astkragen, einer Rindenverdickung zwischen Ast und Stamm oder den nächst größeren Ast. Niemals darf man den Astkragen mit wegnehmen, weil er Abwehrstoffe enthält und da sonst Krankheitserreger ungehindert in den Baum eindringen können. Sollte der Schnitt nicht sauber genug sein, kann man mit einem Messer die Kanten glätten und gibt etwas Baumwachs drauf. Bei kleineren Trieben ist stets über Knospen zu schneiden.

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