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Kompost

Beim Kompostieren werden organische Substanzen durch die Mithilfe von Mikroorganismen und Kleinstlebewesen sowie Sauerstoff kontrolliert zersetzt. Ziel ist es, Garten- und Küchenabfälle in nährstoffreichen Dünger zu verwandeln um diesen dann wieder dem Boden zuzuführen. Der Kreislauf eines natürlichen Verwesungsprozesses wäre damit geschlossen. Fertiger Kompost ist reich an Phosphor und Kalium und dient somit als hervorragender Dünger sowie Bodenverbesserer stark beanspruchter Böden. Weiterhin kann er sehr gut Wasser speichern, was sich vor allem in Trockenperioden auszahlt. Die durch Kompost insgesamt verbesserte Bodenqualität wirkt sich außerdem besonders positiv auf die Krankheitsanfälligkeit aus.

Der Komposter

Ob man nun einen Komposter verwendet oder nur einen Komposthaufen aufschichtet, hängt von der Gartenlage (Stadt – Land) sowie der Gartengröße und der damit verbundenen Abfallmenge ab. Sicherlich ist ein Komposter jedoch die ansehnlichere Variante, die zudem nicht so streng riecht. Man muss dazu sagen, dass gut geführte Kompostmieten nicht stinken. Komposter gibt es aus Stein gemauert, aus Metall, aus Kunststoff oder aus Holz. Eigentlich kann sich jeder halbwegs begabte Hobbyhandwerker seinen Komposter selbst bauen. Zwingend zu beachten sind der Standort und die Bauweise. Der Behälter sollte je nach Grtengröße eine Grundfläche von mindestens 1,50 x 1,50 m haben und an schattigen Plätzen stehen. Dadurch verhindert man schnelles Austrocknen im Sommer sowie eventuelle Gerüche. Weiterhin darf er keinen Boden haben und sollte auf guter, nicht sandiger Erde stehen. So können Regenwürmer, Käfer und Asseln leichter zur Tat schreiten und überschüssiges Wasser besser ablaufen.  Für eine optimale Sauerstoffzufuhr müssen ausreichend Schlitze oder Löcher integriert werden. In Regionen mit relativ viel Niederschlag empfiehlt sich eine Abdeckung. Gleiches gilt bei kleineren Grundstücken, wo der Silo sichtbar in die Grundstücksgestaltung integriert wurde. Wenn man sich für einen Komposter aus Holz entscheidet muss berücksichtigen, dass es zwar im ersten Augenblick schön anzuschauen ist, die forcierte Zersetzung jedoch nicht vor dem Behälter selbst halt macht. Häufiges Erneuern ist die Folge.

Was gehört in den Kompost?

Natürlich Gartenabfälle wie Heckenschnitt, Rasenschnitt, gehäckselter Baumschnitt, verwelkte Blumen oder verwelktes Laub. Vermeiden sollte man Unkraut und Wildkräuter. Diese würden sich dann nämlich auch im Komposter wuchern. Bei den Küchenabfällen eignen sich rohe Obst- und Gemüseschalen, Kaffeegrund und Eierschalen. Gekochte Essenreste und Fleisch haben auf Komposthaufen nichts zu suchen, da sie zu fettig und zu salzig sind und Ungeziefer wie Ratten und Mäuse anlocken.

Verfahren

Wichtig ist, dass man die Miete schichtenweise auftürmt. Jede Schicht sollte ca. 20 cm hoch sein. Außerdem kommt es auf eine gute Durchmischung von trockenen und feuchten Bestandteilen sowie von strukturreichen und verdichteten Bestandteilen an. Zum Beispiel könnte ein Stapel Baumschnitt gut unter einer Lage Rasenschnitt liegen. Zu den pflanzlichen Bestandteilen sollte man ferner einige Lagen tierische Abfälle wie Mist zumischen. Immer wieder muss man auch der Miete Erde zugeben. Um die Kompostierung zu beschleunigen, gibt es in Baumärkten speziellen Beschleuniger. Alternativ kann man aber auch Tonmehl oder Regenwürmer beimengen. Als letzte Schicht bedeckt man den Haufen mit lehmiger Erde. Zu beachten ist, dass man regelmäßig die Feuchtigkeit überprüft. Denn ein Austrocknen ist ebenso schädlich wie Nässe. Ebenso wichtig ist die Gewährleistung der Durchlüftung. Hierzu kann man das System jährlich umschichten und wenden. Optimal hierfür ist es, wenn man gleich drei oder vier Komposter anlegt, für jede Phase der Zersetzung. So kann fertiger Humus in den Pflanzboden eingebracht werden und die anderen Haufen umgeschichtet werden.

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