Fehlt Ihnen für die Pflege Ihrer Pflanzen die Zeit oder das nötige Talent?


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Pflanzenvermehrung

Die Pflanzenvermehrung ist ein sehr genetisches Thema und beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten Pflanzen zu vermehren. Man unterscheidet hierbei die generative und die vegetative Pflanzenvermehrung. Bei der generativen Pflanzenvermehrung dienen Pflanzensamen als Basis. Der Vorteil besteht darin, dass man stets das beste Erbmaterial vorfindet, frei von Krankheiten und in erwünschten Züchtungen. Weiterhin kann man große Stückzahlen relativ kostengünstig herstellen. Der Nachteil besteht in der Langwierigkeit der Aufzucht und im hohen Pflegeaufwand. Bei der vegetativen Variante entnimmt man von einer Pflanze Ableger oder Stecklinge und bewurzelt diese. Der Vorgang dauert wesentlich kürzer. Knackpunkt ist hierbei, dass man genau das Erbgut der Mutterpflanze hat. Falls es ungünstiges Erbmaterial mit versteckten Krankheiten gibt, liegt es auch in den neuen Pflanzen vor. Alles im Allen sollte man genverändertes Pflanzgut nicht vermehren, da viele Züchtungen nicht ausgereift und getestet sind. Im Gentechnikgesetz sind allgemeine Richtlinien zur Vorgehensweise erläutert.

Viele Hobbygärtner, die den Beginn der neuen Gartensaison nicht abwarten können, züchten bereits im Winter neue Pflanzen auf ihren Fensterbänken. Hierzu werden Pflanzgefäße mit spezieller Anzuchterde für Samen und Jungpflanzen gefüllt und die Samen in Zellstoff oder so genannten Saatplatten „eingepackt“ und wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche platziert. Nach kurzer Zeit keimen dann die Samen und entwickeln sich weiter zu Jungpflanzen.

Bei Zimmerpflanzen sucht man einen geeigneten Steckling von der Mutterpflanze aus. Es sollte ein ca. 20 cm langer Trieb sein und bereits etwas kräftiger und leicht verholzt sein, weil sie dann am schnellsten neue Wurzeln bilden. Die untersten Blätter werden entfernt (dort sollen die neuen Wurzel herauswachsen) und der Steckling anschließend einige Wochen in ein Gefäß Regenwasser gestellt. Ein gutes Zeichen ist es, wenn die Spitzen weiter austreiben. Wenn kleine, neue Wurzelchen gebildet wurden kann man den Ableger in einen Topf mit Anzuchterde einpflanzen. Im Anschluss verfährt man wie mit einer ganz normalen Pflanze. Bei Pflanzen für den Außenbereich geht man analog vor, nur dass man den Steckling sofort in Erde einpflanzt. Eine große Herausforderung bei dieser Vermehrungsvariante ist es, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Blättern und Wurzel herzustellen. Die Blätter müssen nämlich von den Wurzeln mit Wasser versorgt werden. Wenn keine Wurzeln da sind, kann dies nicht geschehen. Trotzdem benötigt man die Blätter zwingend für den Energiehaushalt (Photosynthese). Dieser Tatsache geschuldet sollte man die größeren, älteren Blätter entfernen und nur die jungen Blätter im oberen Bereich stehen lassen. Bei großflächigen Blättern muss die Verdunstungsfläche reduziert werden, damit der Steckling nicht austrocknet. Man schneidet also einfach ein Stück vom Blatt weg. Weiterhin kann es nicht schaden ein Plastiktütchen über den Topf zu stülpen und so die gleiche Wirkung wie in einem Gewächshaus zu erzielen. Man erreicht dadurch eine hohe Luftfeuchtigkeit und hilft gegen Austrocknung.

Der Vermehrung von Zwiebelblumen ist recht einfach. Viele Arten bilden an der Mutterzwiebel kleine Brutzwiebeln aus, die man einfach abzieht. Diese können dann eingepflanzt werden.

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